EUCHARISTIE

 

Eucharistie

Gott schenkt nicht nur Liebe, er ist in seinem Wesen so stark dadurch Liebe gekennzeichnet, dass man mit dem 1. Johannesbrief sagen kann: „Gott ist Liebe“ (Kapitel 4, Verse 8 und 16). Aus Liebe hat Gott die Welt und uns Menschen erschaffen, aus Liebe ist Gottes Sohn Mensch geworden und am Kreuz für uns gestorben. Diese liebevolle Zuwendung Gottes hat uns der Macht der Sünde entrissen. In der Eucharistie, die wir bei der Kommunion in uns aufnehmen, wird sie gegenwärtig und wirksam.

In jedem Sakrament begegnen wir Gott wirklich. In der Eucharistie jedoch ist Christus auf die innigste, intensivste Art gegenwärtig: auf leibliche Weise. Wie der unsichtbare und unfassbare Gottessohn in seinem menschlichen Leib unmittelbar sichtbar und fassbar wurde, so lässt er sich von uns auch in der Eucharistie unmittelbar berühren. Wer die Kommunion empfängt, wird eins mit Christus, der ihn ganz persönlich – um es mit dem heiligen Paulus (Galaterbrief 2,20) zu sagen - geliebt und sich für ihn hingegeben hat. Deshalb nennen wir die Eucharistie das „höchste Sakrament“.

Die Eucharistie geht aber nicht nur den Einzelnen an, der sie empfängt; sie ist zugleich für die gesamte Kirche das „Sakrament der Einheit“. „Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“, schrieb der Apostel Paulus den Korinthern (1. Korintherbrief 10,16-17). Wer die Eucharistie empfangen darf, hat seinen Weg in die Kirche abgeschlossen, der mit der Taufe begann.