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Datum/Zeit
27.06.2015
18:00–19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Stiftskirche St. Chrysanthus u. Daria, Bad Münstereifel
Langenhecke 3, Bad Münstereifel

Kategorie

Beschreibung

Unter dem Titel „Da Pacem Domine“ bietet der Kammerchor Collegium Vocale Koblenz am 27. Juni um 20.00 Uhr in der Stiftskirche Bad Münstereifel ein abwechslungsreiches a-cappella Konzert.

Mit seinem neuen künstlerischen Leiter Mathias Staut, der das Dirigat zu Beginn dieses Jahres übernommen hat, wird der Chor seine Zuhörer in gewohnter Weise in bekannte, aber auch neue Klangwelten entführen. Mathias Staut möchte das breitgefächerte Repertoire des Collegium Vocale weiter ausbauen und neben den Klassikern der Chorliteratur auch selten aufgeführte Werke zu Gehör bringen.

Im Zentrum des Konzertes steht J. S. Bachs Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“, eine Musik, die in ihrer Zeitlosigkeit die Menschen immer wieder berührt und in der der Lobgedanke, der auch das gesamte Konzert durchzieht, seinen Schwerpunkt hat.

Kontrastiert wird J. S. Bachs Motette mit Werken zeitgenössischer Komponisten wie Knut Nystedt (1915-2014) oder Aaron Copland (1900-1990), die in ihrer jeweils eigenen Weise Lob und Preis Gottes mit außergewöhnlichen Klängen thematisieren.

Besondere Aufmerksamkeit verdient Benjamin Brittens  „Hymn to St Cecilia“ op. 27.  Britten wurde am Festtag der heiligen Cäcilie geboren, deshalb fühlte er sich der Schutzheiligen der Musik besonders eng verbunden. Schon der angehende Komponist trug sich mit dem Gedanken, ein größeres Werk „for S. Cecilia’s Day“ zu schreiben.

Nachdem Britten mit Freunden zu Beginn des 2. Weltkrieges als Kriegsdienstverweigerer England verlassen und sich in den USA niedergelassen hatte, kehrte er 1942 in seine Heimat zurück. Die in Amerika begonnene Hymne an die Hl. Cäcilie wurde das Symbol dieser Rückkehr. Die Vollendung des Werkes ist unmittelbar vom Kriegsgeschehen beeinflusst:  Als Britten das halbfertige Manuskript in den USA mit aufs Schiff nehmen wollte, wurde es vom Zoll konfisziert, da man befürchtete, bei den Noten könne es sich um kodierte Texte handeln. Dem Komponisten fiel es aber nicht schwer, schon auf dem Schiff die Noten des bisher Geschriebenen zu rekonstruieren und weiter an der Hymne zu arbeiten. Sie wurde 1942 vollendet.

Den solistischen Teil in diesem Werk übernimmt Katharina van Nahmen.

Arvo Pärts „Da Pacem Domine“ und Rheinbergers „Abendlied“ entlassen die Zuhörer des Konzertes mit sanften Abendklängen und der Sehnsucht nach Frieden.

 

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Konzertplakat

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