VERSTORBENE

 

Verstorbene

„Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens.“

Diesen Spruch liest man oft in Traueranzeigen. Unsere Vernunft weiß, dass es hinter dem Horizont weitergeht, und unsere Glaubensüberzeugung lässt uns das auch für unsere Toten hoffen.

Sie verlieren ja im Tod nicht ihre Würde, wir schauen durch die Vergänglichkeit der Körper hindurch auf ihre letzte und ewige Bestimmung.

Christen wird durch die Taufe eine besondere Würde geschenkt, ihr Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Daran ändert auch der Tod nichts. Bei der Taufe und bei der Beerdigung eines Christen brennt die Osterkerze! Sie symbolisiert Christus als Sieger über den Tod. Es bleibt die Verbundenheit über den Tod hinaus und die fortdauernde Gemeinschaft mit der Kirche.

Zu den 7 geistigen Werken der Barmherzigkeit gehört es, für Lebende und Verstorbene zu beten, und zu den 7 leiblichen Werken der Barmherzigkeit gehört es, die Toten zu bestatten. Sterben und Tod sind für jeden Menschen eine Herausforderung, für die er Unterstützung und Hilfe braucht: die medizinische der Ärzte und Pflegerinnen, die praktisch-einfühlsame des Bestatters und die spirituelle der Kirche durch das Sakrament der Krankensalbung (s.dort).

Die Sorge um die Angehörigen, die die größte Liebesleistung vollbringen müssen: das Loslassen des geliebten Menschen, gehört ebenso dazu wie die würdige christliche Bestattung. Auch die vielfältigen Formen des Gebets, die zu jeder Zeit möglich sind, Exequien, Fürbittgebet während der Eucharistiefeier u.a. spenden den Angehörigen Trost und stärken das beglückende Gefühl, für den Verstorbenen noch etwas Wichtiges tun zu können.